Sonntags- Rundblick Sonntags- RundblickSonntags- Rundblick 25 Jahre Fan werden Google+
Geschäftsstelle in Ahlen Geschäftsstelle in Beckum Geschäftsstelle in Hamm


N/A



VK Finanz

DSmoker

Juripol Inkasso



Reisemarkt-direkt



Online Payment Provider



Stellenmarkt-direkt

Immomarkt-direkt



Kleinanzeige kostenfrei aufgeben
Kleinanzeige kostenfrei aufgeben

Gute Reise
'Früling und Sommer 2014'
Schöner Wohnen
'Frühjahr 2014'
Abnehmbare Gesichtsprothese
 
Abnehmbare Gesichtsprothese
 
Fehlende oder verletzte Gesichtsteile wie Ohren, Wangen, Nasen und Augen werden von Epithetikern und Epithetikerinnen naturgetreu nachgebildet und in Form und Farbe so angepasst, dass die Träger/innen die Epithese - also die abnehmbare Gesichtsprothese - so bald wie möglich als zu sich gehörig einstufen und sie somit akzeptieren können.

Zum Teil stellen Epithetiker/innen große Gesichtsteile samt Augenbrauen, Augen und Wangenknochen her. Eine Epithese darf sich vom umliegenden Hautbereich nicht unterscheiden und muss den ohne Epithese sichtbaren Defekt optimal ausgleichen. Epithesen werden meist aus weichem medizinischem Silikon oder aus stabilem Acrylat gefertigt und mithilfe unterschiedlichster Methoden (z.B. durch Knochenverankerung mit Titanimplantaten oder magnetisch) befestigt. Vor der Versorgung eines Patienten mit einer Epithese ist natürlich gute Aufklärung nötig, beispielsweise zur hygienischen Nachsorge, zu alternativen Therapieverfahren, zu Erneuerung und Wechsel der Epithese oder zur Unterstützung durch Selbsthilfeorganisationen. Epithetiker/innen arbeiten bei der Patientenberatung meist mit Fachärzten bzw. Fachärztinnen zusammen. Erst wenn alle Fragen geklärt sind, beginnt die technische Anfertigung der Epithese mit der Abformung des betroffenen Bereichs und der Herstellung eines Gipsmodells. Daraufhin wird ein Wachsmodell der Epithese modelliert, anprobiert und so lange korrigiert, bis es exakt sitzt. Epithetiker/innen sind vor allem im Bereich der Unfallchirurgie sowie in Zahn-, Mund- und Kieferkliniken tätig. Wenn sie sich intensiv mit der Entwicklung neuer Möglichkeiten und Materialien für einen immer unauffälligeren Ersatz beschäftigen, der zudem für die Patienten gut zu tragen ist, sind sie Forscher und Tüftler gleichermaßen. Damit Gesichtsprothesen naturgetreu aussehen und perfekt sitzen, arbeiten Epithetiker/innen bei deren Anfertigung millimetergenau und äußerst sorgfältig. Die Arbeit ist nicht einfach - und das nicht nur aus handwerklicher Sicht. Denn der intensive Kontakt zu den Patienten ist manchmal psychisch belastend, sind doch die Krankengeschichten der Betroffenen meist tragisch. Fachmännisch unterstützt werden Epithetiker/innen von Fachärzten bzw. Fachärztinnen, insbesondere von Fachchirurgen bzw. -chirurginnen. Auch wer sich im medizinischen Bereich erfolgreich spezialisiert hat, steht - bedingt durch Veränderungen und Neuerungen - beruflich immer wieder vor neuen Herausforderungen. Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es daher, fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben und sein Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Andere Perspektiven im Berufsleben können sein, sich beruflich zu verändern, beruflich voranzukommen, sich selbstständig zu machen oder im Ausland zu arbeiten. Weiterentwicklungen in der Epithetik und der plastischen Chirurgie sind Themen, denen sich Epithetiker/innen immer wieder neu stellen müssen. Das Spektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Keimreduktion auf Silikonoberflächen über digitale Bildbearbeitung als Hilfsmittel in der Epithetik bis hin zu Vermessung von Gesichtsdefekten mit gepulster Holographie. Wer es sich zum Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann ebenso aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung auswählen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung zum Zahntechnikermeister/zur Zahntechnikermeisterin zu absolvieren. Epithetiker/innen, die über eine entsprechende Hochschulzugangsberechtigung verfügen, können beispielsweise einen Hochschulabschluss im Bereich Zahnmedizin erwerben. Für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule ist in der Regel eine Promotion erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor/zur Hochschulprofessorin benötigt man eine Habilitation. Die Promotion erleichtert auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Copyright © 2011 Sonntags-Rundblick.de All rights reserved