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Kleines Äffchen
HAMM (js). Nyuki heißt das knapp zwei Wochen alte Mandrillbaby im Hammer Tierpark. ?Das ist Africaans und heißt Biene?, stellt der stellvertretende Betriebsleiter des Zoos, Kai Dobenegger, seinen Schützling vor.
Das Äffchen hatte keinen besonders guten Start. Als erstes überlebendes Junges von zwei Totgeburten der Mutter war sie recht unsicher im Umgang mit dem kleinen Affenmädchen. ?Es fehlte ihr einfach der Anschauungsunterricht in der Gruppe?, weiß Kai Dobenegger. So jagten zwei andere Weibchen der Mutter das Baby ab, die darauf das Interesse an der Tochter verlor. Mehrfach fiel die Kleine von der Mutter oder wurde auch schon mal sehr unsanft weggeschoben. Bis die Mutter das Kleine schließlich gänzlich ignorierte. ?Das war der Punkt, sie aus der Gruppe zu isolieren?, berichtet der Betriebsleiter. Dann kam, was kommen musste ? Kai Dobenegger wurde zum Adoptivvater. ?Eine gute Übung, Ende Dezember erwarten meine Frau und ich auch ein Kind?, schmunzelt der Tierfreund. Bis dahin hat Nyuki nun Zeit, sich zu erholen. Dabei ist sie auf einem guten Weg. ?Von der menschlichen Reife her wäre sie jetzt etwa ein halbes Jahr alt, sie fängt an zu krabbeln?, erzählt der Affenvater nicht ohne Stolz. ?Wir müssen den Affen sehen, besonders im Verhalten?, macht der Tierfreund deutlich. Das heißt, nach Affenart reagieren. Wenn Nyuki kratzt, auch mal in die Finger beißen oder schütteln ? natürlich mit Maß. ?Im Gehege gibt?s genug Anregungen, und ich lerne viel von Nyuki?, stellt der Tierpfleger fest. Ansonsten ist es nicht so unterschiedlich zur Versorgung eines Menschenbabys. Zur Zeit muss Dobenegger nächtlich zwei bis dreimal raus, um zu füttern oder zu wickeln. Das geschieht mit Frühchenwindeln aus dem Evangelischen Krankenhaus. Das ungleiche Paar ist ein Medienmagnet, dauernd geht das Telefon. ?Das ist okay, im Park können die Leute Nyuki nur bei mir sehen?, führt der Adoptivvater aus, denn um allein zu seinist das Mandrillmädchen noch viel zu klein.

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