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Grabmale unter Denkmalschutz | | | | |
HAMM (bu). ?Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen.? Das wusste schon der französische Philosoph Théodore Simon Jouffroy. | | | |
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Deshalb ist es umso wichtiger, die Menschen der Geschichte bewahren. Dieses Anliegen hat sich auch die Untere Denkmalpflege auf die Fahnen geschrieben und jetzt drei Grabstellen auf dem Ostenfriedhof an der Ostenallee unter Denkmalschutz gestellt.
Extra mit einer Büste seines Großvaters zu diesem Termin gekommen, war Heinrich U. Janssen. Als erster Bergwerks-Direktor der Zeche Radbod in Bockum-Hövel prägte Heinrich Janssen maßgeblich die Industriegeschichte der Stadt Hamm. In Bockum-Hövel ist ihm bereits eine Straße gewidmet, nun ist auch seine Grabstätte unter Denkmalschutz gestellt, denn das Grabmal hat eine große Bedeutung für die Geschichte der Menschen in Hamm. Denn viele erinnern sich noch an das große Grubenunglück auf Radbod, das damals 348 Tote forderte.
?Meine Großmutter erzählte, wie aufgewühlt er nach dem Unglück war. Der sonst so fröhliche Mensch konnte nach dem Unglück nie wieder lachen?, erinnert sich Janssen an die wohl dunkelste Stunde seines Großvaters.
Neben dieser Grabstätte sind noch zwei andre unter Denkmalschutz gestellt worden.
Hierbei handelt es sich um die Kriegsgräber auf dem evangelischen und katholischen Teil des Friedhofes von 1870/71. ?Die Besonderheit dieser Grabstätten ist, dass die Soldaten zwar konfessionell aber nicht nach Nationen getrennt bestattet wurden?, so Markus Wesselmann von der unteren Denkmalbehörde. Dies ist wohl einzigartig in ganz Westahlen.
Auf der katholischen Seite sind zwanzig Franzosen und sechs Deutsche begraben, auf dem evangelischen Teil liegen einundzwanzig Deutsche und ein Franzose begraben.
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