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Gute Tradition | | | | |
AHLEN (hb). An einem solchen Tag könne man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Diesen Appell richtete Schulleiter Siegfried Knepper am Holocaustgedenktag an mehrere Hundert Schüler in der Aula des Städtischen Gymnasiums. Vorausgegangen war eine kurze Gedenkfeier mit Kranzniederlegung und Schweigeminute an dem Mahnmahl an der Wersepromenade, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. | | | |
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In einer kurzen Ansprache vor einer großen Teilnehmerschaft, die sich aus Schülern und Lehrern vom gastgebenden Gymnasium, der Bodelschwinghschule, dem Bischöflichen Gymnasium St. Michael und der Fritz-Winter-Gesamtschule zusammensetzte, bezeichnete es Bürgermeister Benedikt Ruhmöller als gute Tradition, dass die Schule diesen 1996 von dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführten Gedenktag begehe. Knepper begrüßte die Schüler und Lehrer anschließend in der Aula, wo Geschichtslehrer Fritz Löper eine Präsentation mit erschütternden Fotografien aus den Konzentrationslagern in Auschwitz und Buchenwald sowie der Gedenkstätte für alle im Dritten Reich ermordeten Juden in Yad Vashem in Israel zeigte. Knepper betonte, es gelte die Erinnerung an die Ermordung der Juden zwischen 1933 und 1945 aufrecht zu erhalten, weil die Opfer Anspruch darauf hätten, nicht in Vergessenheit zu geraten. Auch in Ahlen habe es lange gedauert, bis sich die Stadt zu ihrer historischen Verantwortung bekannt und ihre Geschichte im Nationalsozialismus mit der Verfolgung und Deportation der Mitglieder der jüdischen Gemeinde aufgearbeitet habe. Der Bürgermeister griff in seiner Rede die von Schülern des Städtischen Gymnasiums initiierte Plakataktion ?Wir sind Ahlener. Nazis sind es nicht? auf, die vorbildlich zeige, wie sich Schüler gegen neonazistische Umtriebe zur Wehr setzten. | |
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