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Ein Wahrzeichen verschwindet...
HAMM (bu). Wer im Hammer Süden lebt oder aufgewachsen ist, der kenn es: Das Gasometer.
Seit 1953 war es Wahrzeichen und Gas-Speicher zugleich. Nicht wenige Menschen zeigen ihren Kindern oder Enkeln auch heute noch beim Spazierengehen das Gasometer. ?Schau, das Gasometer ist aber heute voll?, diesen Satz konnte man in der Vergangenheit oft hören. Doch damit soll es in Zukunft vorbei sein. Die Stadtwerke Hamm nämlich legen ihre Betriebshöfe Schildkamp und Langewanneweg zusammen, Und das Gasometer am Langewanneweg muss weichen. Als ?unrentabel? bezeichnete Bernhard Albers, Leiter der Versorgungstechnik, das Gasometer in dieser Woche bei einer Versammlung, wo die Anwohner über die Pläne der Stadtwerke informiert wurden. Bislang habe das Gasometer Verbrauchsspitzen abgefangen, dies sei nun unrentabel geworden. Neben dem Gasometer sollen noch drei weitere Gebäude und Garagen abgerissen werden. Stattdessen soll dann das Bürogebäude erweitert werden. Zudem soll ein neues, zehn Meter hohes Gebäude entstehen, das Werkstatt, Ausbildungsstätte und Trafohalle beherbergen soll. Ein zweiter Eingang über den Hellweg auf das Gelände ist ebenfalls geplant. Zu lautstarkem Protest kam es bei der Versammlung, als bekannt gegeben wurde, dass drei der elf Kleingärten im Grabeland dem Bau zum Opfer fallen werden. Sie befürchten, dass die Kleingärten auf Dauer alles aufgelöst werden, ein Zustand, den die Anwohner nicht hinnehmen wollen, zumal sie durch die Richard-Wagner-Straße schon eine große Belastung vor der Haustüre haben. Der Plan der Stadtwerke, aus dem Grabeland Parkplätze für Mitarbeiter und LKW zu machen, wurde nach heftigen Protesten der Anwohner fallen gelassen. Die Baumaßnahmen, die sechs Millionen Euro kosten werden, wurden bereits durch Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung gebilligt. Im April/Mai sollen die Bauarbeiten beginnen, das Gasometer bekommt eine Schonfrist bis zum Herbst. Dann wird das Wahrzeichen aus dem Hammer Süden verschwinden und das Wohnen und Gärtnern unter dem Gasometer wird ein Ende haben...

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