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Zu wenig Zeit? | | | | |
AHLEN (js). Einig sind sich die weiterführenden Schulen darin, dass eine gemeinsame Gedenkaktion zum Kriegsende am 8. Mai ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur ist.
Damit endet aber auch schon die Übereinstimmung zwischen den Schulvertretern, die sich in dieser Woche für eine Diskussion zum Erinnerungsprojekt im Kunstcafé der Fritz-Winter-Gesamtschule trafen. | | | |
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Die Grundidee ist, die jährliche Gedenkaktion der Gesamtschule auf dem Ostfriedhof zu einer gemeinsamen und gleichberechtigten Aktion aller weiterführenden Schulen zusammenzufassen. Dem stimmten die Vertreter bei ersten Gesprächen im Dezember zu. Dabei gab es zwar Bedenken wegen gestalterischer Fragen, doch die Runde bewegte sich auf eine Lösung mit Holzpfählen mit den Daten von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern zu. Doch die Zeit sitzt den Pädagogen im Nacken. ?Wie können wir in der kurzen Zeit eine vernünftige Arbeit leisten, die nicht übers Knie gebrochen ist?, fragte Dietmar Hecht (Gymnasium St. Michael). Mehr künstlerische Bedenken hatte seine Kollegin Maria Schäper vom Städtischen: ?Als Kunstlehrerin sehe ich nicht, wie wir das Projekt vertretbar umsetzen können.? Damit hatten die Vertreter der Hauptschulen und der Gesamtschule weniger Probleme. ?Wir können immer wieder feststellen, dass sich die Schüler im Laufe einer Projektarbeit enorm mit ihrer Aufgabe identifizieren?, hielt FWG-Kunstlehrerin Claudia Buchartowski dagegen. Kunsterzieher Manfred Brückner (Geschwister-Scholl-Schule) nahm den Vorschlag von Hecht auf. ?Es ist durchaus sinnvoll, ein solches Projekt über einen langen Zeitraum laufen zu lassen.? Dagegen hegte Peter Schneider, Vertreter der Stadt, juristische Bedenken. ?Die Holzstelen sind für einen befristeten Zeitraum kein Problem, anders sieht es bei einer dauerhaften Installation aus.? Grund dafür sei die Friedhofsordnung.
Dazu kam für die versammelten Pädagogen noch die Organisation: Während die Gymnasien Schwierigkeiten sahen, das Vorhaben in den laufenden Unterricht einzubinden, waren die Haupt- und Gesamtschule von einer spontaneren Arbeit überzeugt. Inhaltlichen Bedenken standen Aufbruchs- und Anpackwillen gegenüber. Dazu kritisierten die Gymnasien den spärlichen Informationsfluss, dem widersprach Initiator und Geschichtslehrer Reinhard Künnemann vehement. Es seien von vornherein alle Schulen benachrichtigt worden. Allen Gegensätzen zum Trotz sind sich die Pädagogen über den Sinn einer gemeinsamen Aktion einig. | |
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